Erfahren Sie mehr über die AWO:
AWO Bezirskverband Oberbayern e.V.
Eine Satzungsänderung und Berichte standen im Mittelpunkt der AWO-Kreiskonferenz 2021 in Landsberg am Lech. Die Adresse des Kreisvorstandes ist nun die Lechstraße 5 und somit eng mit dem AWO Zentrum Landsberg am Lech verbunden.
Zur AWO-Kreisausschusssitzung im AWO Zentrum Landsberg kamen jetzt einmal mehr die Vertreter*innen aus den Ortsvereinen zusammen, um wichtige Entwicklungen auszutauschen. Bei der Zusammenkunft wurde der Kreisvorstand einstimmig entlastet.
Die amtierende Kreisvorsitzende der AWO, Margit Däubler, stellte die gut funktionierende Gremienarbeit in den Mittelpunkt der diesjährigen AWO-Kreisausschusssitzung. Sie konnte auf die Teilnahme im Ausschuss der Wohlfahrtspflege und bei der Jugendhilfe verweisen. Daneben bestehen Kontakte zum Kreisjugendring. Auf die jüngere Generation möchte die AWO insgesamt noch stärker zugehen und überlegte dazu geeignete Strategien.
Die Netzwerkarbeit wird auch künftig eine wichtige Rolle für den Kreisverband spielen. Interessant dazu die Berichte über AWO International sowie zu den Ortsvereinen Landsberg, Dießen, Utting und Kaufering. Alle äußerten den Wunsch, künftig enger zusammenzuarbeiten.
Unser Foto (Anke Wilk) zeigt von links die AWO-Vertreter*innen: Erich Berchtold, Volker Päplow, Bea von Liel, Margit Däubler, Hilde Bauer-Welz, Hanni Baur, Helmut Schiller und Claus Wilk bei der AWO-Kreisausschusssitzung im AWO Zentrum Landsberg am Lech.
Viel Lob und Dank für ihr ehrenamtliches Engagement erfuhren die geladenen Bürgerinnen und Bürger beim Ehrungsabend der Stadt Landsberg am Lech. Auch zwei Aktive aus den Reihen der AWO wurden für ihren besonderen Einsatz zum Wohle der Stadt ausgezeichnet.
Ulrike Lachmund, Beraterin für alle Fragen rund um die Mutter-, Vater-, Kindkuren im AWO-Kreisverband, und Christa Jordan, Kommunikationstrainerin für das AWO-Mehrgenerationenhaus, nahmen die Stadtehrennadel in Gold bzw. Silber entgegen. Neben der Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (links) gratulierten Alex Dorrow, MdL, Betina Ahmadyar, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Margit Däubler, AWO-Kreisvorsitzende, Claus Wilk, AWO-Ortsvereinsvorsitzender, den Ehrenamtlichen Ulrike Lachmund (vorne links) und Christa Jordan.
Beide Frauen haben ein erfülltes Berufsleben hinter sich und wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben, durch Mitwirkung in ihrer Region etwas bewirken. Deshalb setzen sie sich für die Belange der Schwächeren ein, stärken die Interessen von Familien oder Senioren und gestalten das Miteinander in vorbildlicher Weise.

Gemeinsame Pressemitteilung: Initiativkreis Frauenhaus e. V., Inner Wheel Club Ammersee, Stadt Landsberg am Lech
Rote Bank auf dem Landsberger Hauptplatz: Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Neue Installation macht Hilfsangebote sichtbar und ermutigt Betroffene, Unterstützung anzunehmen
„In Landsberg ist kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen“ – dieser Satz steht nicht nur sinnbildlich für eine wichtige gesellschaftliche Haltung, sondern künftig auch sichtbar auf einer roten Bank mitten auf dem Landsberger Hauptplatz. Die Aktion ist eine gemeinsame Initiative des Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V. (IFL), des Inner Wheel Club Ammersee (IWC) sowie der Stadt Landsberg. Ziel ist es, auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen und Betroffenen niedrigschwellig Hilfe anzubieten.
Ein starkes Zeichen mit deutlicher Botschaft
Die Idee zur Aufstellung einer Roten Bank in Landsberg entstand aus einer Initiative des Inner Wheel Club Ammersee. Inspiriert von Projekten in Südtirol, wo rote Bänke als Mahnzeichen für Gewalt gegen Frauen stehen, entstand der Wunsch, auch in Landsberg ein solches Zeichen zu setzen. Der Initiativkreis Frauenhaus griff diesen Impuls auf und verband ihn mit dem Wunsch, nach einem tragischen Femizid in Landsberg im Juli 2024 aktiv auf Hilfsangebote im Landkreis aufmerksam zu machen.
„Die Frage ließ uns nicht los, ob die getötete junge Mutter von den vorhandenen Hilfeangeboten wusste. Oft schämen sich Frauen, über erfahrene Gewalt zu sprechen – gleichzeitig fehlt es im öffentlichen Raum an sichtbaren Hinweisen auf Unterstützungsmöglichkeiten“, erklärt der Vorstand des IFL. Der QR-Code auf dem Schild der Bank führt direkt zu den Informationsseiten des Vereins, wo weiterführende Hilfeangebote gebündelt zu finden sind. Auch das bundesweite Hilfetelefon ist dort aufgeführt.
Zentraler Ort für ein zentrales Anliegen – Aufstellung am Mittwoch, 25. Juni um 13:30 Uhr
Der bewusst gewählte Standort – der Hauptplatz – verleiht dem Thema Sichtbarkeit. Gewalt gegen Frauen betrifft alle gesellschaftlichen Schichten. Die Rote Bank soll informieren, präventiv wirken und Mut machen. Sie soll zeigen: Die Stadt sieht nicht weg. Die Gesellschaft steht in der Verantwortung, Betroffene nicht allein zu lassen.
Die feierliche Aufstellung der Roten Bank findet am Mittwoch, 25. Juni 2025 um 13:30 Uhr auf dem Hauptplatz in Landsberg am Lech statt.
Begleitend zur Aufstellung der Bank ist ein Infostand des IFL mit Flyerverteilung geplant, um weiterführende Gespräche und Sensibilisierung direkt vor Ort zu ermöglichen.
Breite Unterstützung
Neben dem IFL und dem Inner Wheel Club steht auch der Stadtrat hinter der Aktion. Über Parteigrenzen hinweg unterstützten Stadträtinnen aus dem Initiativkreis den Antrag auf Aufstellung der Bank.
Stimmen zur Aktion
Die Botschaft der Roten Bank ist klar – ebenso wie das gemeinsame Engagement dahinter. Für den Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V. steht die Sichtbarmachung von Gewalt und das Schaffen niedrigschwelliger Hilfsangebote im Zentrum ihrer Arbeit. „In Landsberg ist kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen. Raus aus der Tabuzone: Gewalt gegen Frauen sichtbar machen und Platz für Hilfen schaffen“, betont der Vorstand des IFL. Die Initiative zur Roten Bank sei ein notwendiger Schritt, um Aufmerksamkeit zu schaffen – und um betroffenen Frauen eine erste Brücke zur Hilfe zu bauen.
Auch der Inner Wheel Club Ammersee, der das Projekt ideell und finanziell unterstützt, sieht in der Aktion ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. „Augen auf – Ohren auf. Und Hilfe geben! Es geht uns alle an. Der Inner Wheel Club Ammersee unterstützt alle Initiativen zum Schutz für Frauen und Mädchen“, so das Statement der Clubvertreterin. Die Rote Bank stehe dabei stellvertretend für das, was Inner Wheel seit Jahren mitträgt: Empathie, Verantwortung und konkretes Engagement für Frauen in Not.
Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl unterstützt das Projekt von Anfang an. Für sie ist das sichtbare Zeichen im Herzen der Stadt nicht nur ein Appell an die Gesellschaft, sondern auch Ausdruck kommunaler Verantwortung:
„Die Rote Bank ist ein starkes Zeichen, das mitten ins Herz unserer Stadt spricht. Sie macht sichtbar, was viel zu oft verborgen bleibt. Als Stadt stehen wir an der Seite der Betroffenen und unterstützen jede Maßnahme, die dazu beiträgt, Gewalt zu verhindern und Wege aus der Hilflosigkeit aufzuzeigen. Gewaltschutz ist eine Aufgabe, die uns alle angeht – in Politik, Verwaltung und Gesellschaft.“
Pressekontakt:
Inner Wheel Club Ammersee
Past-Präsidentin Anemone Rapp
Telefon 0172/8591070
E-Mail: anemonerapp[at]gmx[dot]de
www.ammersee.innerwheel.de
Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V.:
Margit Däubler (1. Vorsitzende)
E-Mail: margit.daeubler@frauenhaus-landsberg.de
Heidi Reiser (2. Vorsitzende) heidi.reiser@frauenhaus-landsberg.de
Postadresse:
Hubert-von-Herkomer-Str. 73
86899 Landsberg am Lech
E.Mail: info[at]frauenhaus-landsberg[dot]de
www.frauenhaus-landsberg.de
Jahreshauptversammlung im AWO-Ortsverein Landsberg: Vorsitzender Claus Wilk ermutigte angesichts der weltpolitischen Lage zur Stärkung des demokratischen Miteinanders. „Auch bei Gegenwind setzen wir uns für die offene, bunte Gesellschaft ein!“ stellte er fest und erinnerte an traditionelle AWO-Werte, die sich schon zu sehr unterschiedlichen Zeiten bewährt haben und auch künftig tragen könnten.
Nach Kassenbericht, Entlastungen und Totengedenken gratulierte Wilk langjährigen Mitgliedern: Gerd Lanclée ist zehn Jahre dabei, Hildegard Muggli, Werner Gutmann und Norbert Will sind 25 Jahre Mitglied im AWO-Ortsverein. Dann erinnerte der Vorsitzende an die Aktivitäten im Berichtsjahr wie beispielsweise der Besuch der Schutzräume in der Schlossberggarage, die Teilnahme beim Jubiläum des AWO-Seniorenzentrums oder an den Workshop „Demokratisch streiten“ am Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus.
Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war ein Bericht zur Entwicklung der Landsberger Tafel, den der Vorsitzende Peter Klocker vorstellte. Steigenden Bedarf und Zulauf meldet seiner Schilderung nach auch die hiesige Tafel seit nunmehr 30 Jahren. Zum Glück seien die Aktiven bisher an einem Aufnahme-Stopp vorbei gekommen. Dank dafür zollte er zahlreichen Unterstützern wie Supermärkte und Privatpersonen. Insgesamt zog Klocker ein positives Fazit: „Die Arbeit macht Mut, es gibt viel Zustimmung und Unterstützung!“
Foto (Anke Wilk): Peter Klocker (links) stellte bei der Jahreshauptversammlung im AWO-Ortsverein Landsberg die aktuelle Situation bei der Landsberger Tafel vor. Margit Däubler, Claus Wilk, Silvia Enders, Ingo Lehmann, Hilde Bauer-Welz, Erich Berchtold und Werner Gutmann bedankten sich mit einer Spende für das menschenfreundliche Engagement.

Ein Film, der zum Diskutieren anregte und wie gemacht war für den Weltfrauentag: „Ihr Jahrhundert“ erzählte das Leben von fünf 100jährigen Frauen, die Unglaubliches geleistet haben.
Zeitgeschichte und Emanzipation der letzten 100 Jahre – dafür stehen beispielhaft fünf Frauen mit ihren Lebensläufen im Film von Uli Gaulke. Im Rahmen des „Festivals der Möglichkeiten“ anlässlich des Weltfrauentags wurde der Dokumentarfilm „Ihr Jahrhundert“ im Olympiakino mit anschließender Diskussion auch in Landsberg gezeigt. Christa Jordan, ehrenamtliche Kommunikationstrainerin im AWO-Mehrgenerationenhaus, und Stadträtin Margit Däubler in Vertretung der Oberbürgermeisterin leiteten den Austausch.
Der Film zeigte fünf bemerkenswerte Frauen aus der Türkei, Indien, Kuba, Österreich und Israel. Mit unglaublichem Mut und Durchhaltevermögen setzten sie sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. Die Zuschauer lernten Nermin aus der Türkei kennen. Mit 14 Jahren reiste sie allein von Wien in die Türkei, um dort ihr Abitur und ein Studium in Istanbul zu absolvieren. Sie war die erste Frau mit einem Lehrstuhl für Politische Wissenschaften und lehrte am Bosporus noch 22 Jahre über ihren Ruhestand hinaus. Oder Nannamal aus Indien: Sie wurde mit 19 Jahren verheiratet und bekam sechs Kinder. Mit Yoga ist sie gut durchs Leben gekommen, ist heute eine weltberühmte Yogameisterin.
Christa Jordan und Margit Däubler knüpften an die beeindruckenden Lebensgeschichten dieser Streiterinnen für ein selbstbestimmtes Frauenleben und Parität an. Sie sagten, die Beispiele seien spannender als jeder Krimi. Zum Glück stand hier ein Happy-End, häufiger ging es böse aus: „Meine Großmutter wäre stolz auf mich, wenn sie sehen könnte, was ich erreicht habe,“ sagt Hayde aus Kuba im Film. Als schwarze Frau wurde sie eine hochgeschätzte Dichterin und Meisterin der Erzählkunst mit den Geschichten ihrer Großeltern.
Schnell entspann sich eine lebhafte Diskussion. Was würden die Frauen im Film zur heutigen Repräsentation in den Parlamenten sagen? Haben sie umsonst gekämpft? In Deutschland leben immerhin 43 Millionen Frauen und 42 Millionen Männer und der Frauenanteil liegt bei knapp 32,4 Prozent im Bundestag, noch geringer in den Landesparlamenten oder auf kommunaler Ebene. Wie müssten junge Frauen unterstützt werden, um sich mehr politisch und auch in anderen Bereichen zu engagieren? Neben den Hindernissen, die vielfältig benannt wurden, gab es auch Wünsche: eine verlässliche Kinderbetreuung zum Beispiel. Oder auch faire Partnerschaft und Verständnis im beruflichen Umfeld.
Foto (Conny Kurz): Christa Jordan und Margit Däubler diskutierten mit Zuschauer*innen des Dokumentarfilms „Ihr Jahrhundert“